Ulan

(ab 1920  Smyrni) 

Zerstörer

 

Bedeutung des Namens: Ulan, mit Lanze bewaffneter Reiter.
Schwesterschiffe: Huszar, Streiter, Wildfang, Scharfschütze, Uskoke, Turul, Pandur, Csikos, Reka, Velebit, Dinara, Huszar II, Warasdiner
Werft, Ort, Bauzeit: Triest, Stabilmento Tecnico Triestino, Werft San Marco;  Pläne: Yarrow Poplar;  Baubeginn: 27.9.1905;  Stapellauf: 6.4.1906; Vervollständigung: 12.7.1906;  in Dienst gestellt: 1.1.1907; Gesamtkosten: 1.568.987 Kronen
Wasserverdrängung: 389,41 t,  413,90 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge in der Kielwasserlinie: 67,13 m;  Länge über alles: 68,39 m; Breite: 6,26 m;  Tiefgang: 1,78 m  (1,86 m voll ausgerüstet)
Maschine: 2 - 4 Zylinder verikal mit dreifacher Expansion, in Stabilimento Tecnico Triestno gebaut;  4 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben von 2,06 m Durchmesser,  3 Flügel;  Leistung:  6.000 PS
Geschwindigkeit: 28,56 Knoten;  Aktionsradius: 500 Meilen bei 28 Knoten; Kohlenvorrat:  80,60 t
Panzerung: /
Bewaffnung: • im 1906:  1 - 7 cm Geschutz Skoda;  7 - 4,7 cm Schnellfeuerkannonen Skoda;  2 - 45 cm Deck-Torpedorohre mittschiffs;  4 Torpedos
• im 1913:  1 - 7 cm Geschutz;  5 - 7 cm Geschütze;  2 - 45 cm Deck-Torpedorohre mittschiffs;  4 Torpedos
• ab März 1915:  zusätlich 1 Mitrailleuse MG
Besatzung: normale:  4 + 61 Mann im 1907
Lebenslauf: Wenige Monate später nachdem es in Dienst gestellt wurde, ausführte das S.M.S. “Ulan” eine Ausbildung Kreuzfahrt in das Ägäische Meer und in das orientalische Mittelländische Meer und erreichte die Hafen von Cefalonia, Samos, Mytilene, Smyrna, Beirut und Patrasso.
Im 1913 mit der Torpedoflottille internationale Flottendemonstration gegen Montenegro.
Am Anfang des erstes Weltkrieges, im August 1914, Seeblockade der montenegrinischen Hafen, mit dem Kreuzer S.M.S. “Zenta”. Am 18. August Morgens, während die zwei Kriegsschiffe der k.u.k. Kriegsmarine vor Antivari kreuzten, gesichtete das S.M.S. “Ulan” südwestlich die Spitze d’ Ostro vier Rauchsäulen. Von S.M.S. “Zenta auch sechs weitere feindliche Einheiten ausgemacht. Es war die gesamte französische Flotte.
Die französischen Linienschiffe feuerten ab 10.000-12-000 Meter Ferne während die zwei Schiffe der k.u.k. Kriegsmarine nach die Bocche von Cattaro zu entfliehen trachten. Das S.M.S. “Ulan” war dem Kreuzer schneller und es gelang ihm das Durchbruch in die Bocche ohne einen Treffer zu erhalten, obwohl viele Geschosse knap unter den Bordwand einschlugen und Granatsplitter auf Deck fielen. Zum Befehl des Kommantanten, Korvettenkapitän Egon Panfili, erreichte das S.M.S. "Ulan" die Bucht von Cattaro mit Hurra-Rufen der Bemannungen aller Küstenbefestigungen.
Dazwischen war aber das S.M.S. “Zenta”, oft getroffen und schwer beschädigt, versunken.
Das Torpedozerstörer blieb die montenegrinische Küste lang mit Minenlagen vor Antivari und wiederholte Beschießungen der montenegrinischen Stellungen und Befestigungen zusammen mit das Linienschiff S.M.S. “Monarch” zwischen September und Oktober 1914.
Im Februar 1915 weitere Vorstoße gegen Montenegro. Im Juni Angriff nach Rimini und Sicherung Nord: vier Fahrzeuge gegen Venedig gejagt. Später nach Triest zur Minenbergen vor dem Hafen, Minensuche und Minenlege mit dem Minenleger “S.M.S.” Chamäleon neben Cittanova. Im Oktober erneute Fliegerunterstützung bei Angriff auf Venedig; am Rückweg bei Cittanova von einem U-Boot anlanziert.
Im Juni 1916 nach Sebenico verlegt; meistens Konvoifahrten, 65 ganz 1917 lang. Auch Vorstoße in die Otrantostraße.
Im 1918 und bis Ende des Krieges 26 Konvoifahrten, 4 Minensuchfahrten, 1 U-Boot-Jagd.
Am Ende des erstes Weltkrieges befand sich das S.M.S. “Ulan” in Pola zur Kessel Reparatur. Im 1920 an Griechenland, als Ersatz für das im Krieg versenkte Fahrzeug “Smyrni”, bekam das Torpedozerstörer diesen neuen Namen. Im 1932 gestrichen und abgebrochen.