Gäa

(ehemalig  Fürst Bismarck, ehemalig ab  1904  Don)

 (ehemalig ab  1906 Moskwa)

  (ab  1920 San Giusto)

Torpedodepotschiff

 

Bedeutung des Namens: Griechische Göttin der Erde.
Schwesterschiffe: /
Werft, Ort, Bauzeit: Stettin (Deutschland), Werft AG Vulkan;  Stapellauf: 29.11.1890; Vervollständigung: 25.4.1891;  in Dienst gestellt (in die k.u.k. Kriegsmarine):  9.7.1909
Wasserverdrängung: 12.130  t  voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge zwischen Perpendikel: 153,16 m;  Breite: 17,56 m;  Tiefgang: 7,54 m
Maschine: 2  vertikale Maschinen mit dreifacher Expansion;  9 Kessel;  2 Schrauben von 5,92 m Durchmesser,  3 Flügel;  Leistung: 16.410 PSi (im 1891),  15.177  PSi (im 1910)
Geschwindigkeit: 20,7  Knoten  (im 1891),  19,46  Knoten  (im 1910);  Kohlenvorrat: 1.450  t
Panzerung: /
Bewaffnung: 4 - 12  cm Geschütze (von Leopard und Panther);  4 - 7 cm Geschütze
Besatzung: normale:  14 + 331 Mann  (im 1907)
Lebenslauf: Das Schiff das später “Gäa” bennant sein sollte, wurde vom Stapellauf mit den Namen “Fürst Bismarck”, für die deutsche See-Gesellschafft “Hapag” gebaut, gelassen. Das Schiff ausführte seine erste Fahrt auf die Seeroute Hamburg-New York und bewirkte auf die selbe Seeroute bis Ende 1904, als es anläßlich des russisch-japanischen Krieges von der russischen Kriegsmarine eingekauft wurde und als Hilfskreuzer, mit den Namen “Don”, in Dienst gestellt wurde.
Im 1906, in “Moskwa” unbennant, wurde das zukünftige “Gäa” der russischen Freiwilligen Flotte in Sankt Petersburg zugeteilt. Das Schiff war nicht bewaffnet: nur auf den Promenadedeck und Bootsdeck wurden einige 4,7-cm Schellfeuerkannonen ohne besonderer Vorstellung montiert.
Im 1909 wurde das Schiff von die k.u.k. Kriegsmarine eingekauft und, in “Gäa” unbennnat, am 9. September, wie Torpedoschiff in die Kategorie der Schiffe für spezielle Zwecke, in Dienst gestellt. Von Liepāja (Libau), in Lettland, am 10. Juli 1909, aus, war das “Gäa”, durch die Hafen von Swinemünde und Kadiz, in Pola am 2. August ein. Hier wurde das Schiff abgerüstet und zum Torpedodepotschiff mit Lagerräume für 81 Torpedos und 100 Minen adaptiert. Eine Radiostation wurde auch installiert.
In die Eskadre in Dienst gestellt nahm das S.M.S. “Gäa”, am 18. März 1912, zum Stapellauf des Schlachtschiffes “Tegetthoff” Teil. Im Juni von Antivari aus, nach Triest und zurück mit König Nikolaus von Montenegro an Bord anläßlich seines Besuchs bei Kaiser Franz Joseph I.
Am Anfang des erstes Weltrieges nach Teodo/Tivat im Juli 1914 übergebt und der 1. Torpedo-Flottille aufgegebt. Das S.M.S. “Gäa” wurde Wohnschiff der deutschen U-Boot-Flottille: es wurden Unterkunfträume für 80 Mann eingerichtet und Dynamos zum Laden der U-Boot-Akkumulatoren installiert. Auf das Schiff wurden auch, im 1916, eine Elektroreparatur-Werkstätte eingebaut.
Am 2. Februar 1918 nahm die Mannschaft des Schiffes der Meuterei von Cattaro Teil.
Am Ende des erstes Weltkrieges wurde das S.M.S. “Gäa”, mit tsechischen Mannschaften nach Fiume, und später nach Pola, überführt. Im 1920 den italienischen Staatsbahnen zugeteilt, von “Società Triestina di Navigazione” der Brüder Cosulich, als Auswandererschiff gepachtet und in “San Giusto” unbennant.
Das Schiff wurde ausgebaut und schiffte, am 22. Januar 1921 aus Triest nach New York, über Neapel, mit 238 Kabinenpassagieren und 1137 Emigranten an Bord. Schweren Sturm überstanden. Nach dem Rückkehr stillgelegt und in Italien im 1923-1924 abgebrochen.