92 F

(ab 1920 Proussa)

Torpedoboot

 

Bedeutung des Namens: Torpedoboot Nummer 92, in Fiume gebaut.
Der Ablauf der Seriennummern der Torpedoboote der k.u.k. Kriegsmarine wie folgt: die Torpedoboote die in den Jahrzehnten 1870-1880-1890 gebaut wurden, hat man römische Nummern zugeordnet (von I. bis XXX1X.); den gebauten Torpedobooten im Jahr 1909-1910 hat man arabische Nummern zugeordnet (von 1 bis 12); in den folgenden Jahren hat man sie nach arabischen Seriennummern umbenannt ( von 13 bis 49 mit den Abkürzungen 50 E, 51 T, 52 T, 53 T, 54 T, 55 T, 56 T, 57 T, 58 T, 59 T, 60 T, 61 T, 62 T, 63 T, 64 F, 65 F, 66 F, 67 F, 68 F, 70 F, 71 F, 72 F, und 73 F) zuvor hatten insgesamt 61 Torpedoboote bestimmte Namen; die Torpedoboote die später gebaut wurden, waren weiterhin nach arabischen Seriennummern mit einem Buchstaben genannt (T, F, M oder E). Der Buchstabe stand für die Schiffswerft wo sie gebaut wurden. T für Triest, F für Fiume (Rijeka), M für Monfalcone, E für England).
Schwesterschiffe: 82 F,  91 F,  93 F,  97 F
Werft, Ort, Bauzeit: Fiume-Porto Re, Werft Ganz & Co. Danubius;  Baubeginn: 30.11.1914;  Stapellauf: 29.9.1915;  in Dienst gestellt: 3.3.1916
Wasserverdrängung: 243,9 t,  267 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge: 58,76 m;  Breite: 5,84 m;  Tiefgang: 1,50 m
Maschine: 2 AEG-Curtis-Turbinen;  2 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben;  Leistung: 6.000 WPS
Geschwindigkeit: 29 Knoten;  Aktionsradius: 1.200 Meilen bei 16 Knoten; Kohlenvorrat: 20,2 t
Panzerung: /
Bewaffnung: 2 - 7 cm Geschütze;  1 Mitrailleuse MG;  4 - 45 cm Deck-Torpedorohre in Zwillingsanordnung
Besatzung: normale:  3 + 38 Mann
Lebenslauf: Am 12. Juni und am 17. Juli 1916, das Torpedoboot S.M.S. “92 F” verfolgte feindliche Torpedofahrzeuge bei Parenzo und wurde, später, in September, nach Versuche mit Nebelapparat, nach Cattaro verlegt. Im März 1917 Hilfeleistung für dem aufgefahrenen Dampfer “Vesta”. Im April, während ein Vorstoß in die Otrantostraße, zwei Torpedos auf den italienischen Dampfer “Japigia” lanziert; beide aber gingen fehl. Der Dampfer wurde anschließend vom Torpedoboot S.M.S. “100 M” versenkt.
Am 6. November nach Grado mit an Bord Kaiser Karl I. und dessen Gemahlin Zita.
Am 14. des selben Monates Beschießung der italienischen Landbatterien bei dem Fluß Piave. Außerdem übliche Aufgaben der Torpedoboote: Fliegerdeckungen, Minensuch- und Konvoifahrten. Am 22. Januar 1918 nach Cattaro verlegt. Während der Meuterei gelang es einigen Matrosen, die rote Flagge zu setzen. In kurzer Zeit schaffte es der Kommandant jedoch, die Männer zu beruhigen und die Flagge zu entfernen. Die unverläßliche Leute wurden ausgeschifft.
Im 1919 wurde das Torpedoboot nach Venedig gebracht und, im 1920, an Griechenland zugeteilt und “Proussa” umbenannt.
Das Schiff blieb in die griechische Kriegsmarine in Dienst bis am 4. April 1941 als es bei einem deutschen Luftangriff vor Korfu schwer beschädigt und selbst versenkt wurde.